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Steckbrief Vor Ort

Christians4future

Wer seid ihr?
Wir sind Christ*innen, die sich der For-Future-Bewegung angeschlossen haben. Wir sind ökumenisch, zum Teil in Gemeinden aktiv, zum Teil ganz unabhängig von kirchlichen Strukturen.

Was macht ihr so?
Wir streiken mit Fridays For Future und motivieren Kirchengemeinden dabei mitzumachen, organisieren Klima-Andachten oder andere Gottesdienstformate, veranstalten Vorträge im Themenbereich Klimagerechtigkeit – Glaube – Kirche, starten Soli-Aktionen für die bedrohten Dörfer im Rheinland, singen im Klima-Chor, vernetzen uns in den Kirchen und in der Klimabewegung und arbeiten mit vielen Briefen, Gesprächen und Aktionen an mehr Klimagerechtigkeit in Kirchen und Gesellschaft.

Was sind eure Ziele?
Zum einen wollen wir die Kirchen und alle Christ*innen auffordern und motivieren, sich stärker und lauter für die Bewahrung der Schöpfung und Klimagerechtigkeit einzusetzen. Zum anderen möchten wir zur For-Future-Bewegung eine christliche Stimme beitragen und spirituelle Angebote im Rahmen von Klimaaktivismus machen.

Was ist euch wichtig?
Die Option für die Opfer der Klimakrise – dass also Klimaschutz immer von den Menschen her gedacht wird, die schon heute und in Zukunft unter dem Verhalten der Industrie- und Schwellenländer leiden. Deshalb ist das 1,5 °C-Ziel nicht verhandelbar. Außerdem ist bei uns kein Platz für Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und jegliche Diskriminierung.

Wie läuft ein typisches Treffen bei Euch ab?
Los geht’s mit einem Check in – wie geht’s uns gerade, wer ist neu dabei? Dann gibt’s Berichte, was seit dem letzten Treffen alles los war, und es geht an die Arbeit: Planen nächster Streiktermine, Entscheiden über Anfragen, Brainstormen zu neuen Ideen etc. Am Ende steht ein Check out. (Und obwohl wir manchmal überziehen, sind wir meist am Ende motivierter als am Anfang!)

Wie arbeitet ihr zusammen?
In einigen Städten haben wir Ortsgruppen, die lokale Aktionen organisieren. Außerdem gibt es mehrere Arbeitskreise, die ortsunabhängig zusammenarbeiten. Die aktuellen Gruppen sind hier zu finden: https://christians4future.org/ortsgruppen-und-ags/. Und ein Orga-Team auf Bundesebene behält den Überblick, vernetzt sich mit anderen Gruppen etc. Die Kommunikation läuft hauptsächlich über Whatsapp-Gruppen.

Wer kann mitmachen?
Alle, die sich mit unserer Arbeit sowie unserem Leitbild identifizieren, sind herzlich willkommen.

Wie kann ich mitmachen?
So wie du möchtest: Wir freuen uns über jedes Engagement, ob laut auf der Straße, in der inhaltlichen Weiterentwicklung, beim Organisieren und Netzwerken, musikalisch oder künstlerisch… Komm vorbei und wir finden etwas!

Wie sieht es in Sachen Barrierefreiheit bei Euch aus?
Digital arbeiten wir vor allem mit Whatsapp, Zoom und Google Drive, die eine relative Barrierefreiheit bieten. Bezüglich der Räume, in denen die Ortsgruppen sich treffen, können die jeweiligen Kontaktpersonen Auskunft geben. Unsere Veranstaltungen bewerben wir mit Sharepics, schreiben aber auch immer Texte mit den wichtigen Infos dazu. Wir sind als Graswurzelbewegung in Sachen Barrierefreiheit längst nicht perfekt und sind auf jeden Fall bereit, uns hier weiterzuentwickeln.

Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Familien und Kindern aus?
Auch mit einem kleinen „Zeitbudget“ kann man sich bei uns problemlos einbringen. Die Termine für die Gruppentreffen werden gemeinsam abgestimmt und liegen oft abends. Alle, denen die Termine schlecht passen, können sich aber trotzdem auf vielen Wegen engagieren und Dinge dann erledigen, wenn sie Zeit finden. Sehr viele der bei uns Aktiven haben Kinder, die bei manchen Aktionen auch gern tatkräftig mitwirken –schließlich geht es uns gerade auch um deren Zukunft!

Erzählt uns von einer Aktion/einem Treffen/einer Aktivität aus der letzten Zeit, die ihr besonders gut fandet.
In den Wochen vor dem globalen Klimaaktionstag am 19.03.2021 haben wir Gemeinden dazu animiert, Banner für Klimagerechtigkeit aufzuhängen, und am Tag selbst waren viele von uns vor Ort und digital bei verschiedenen Demos und Aktionen unterwegs. Abends haben wir dann zu einer Zoom-Andacht zum Thema Klimagerechtigkeit eingeladen. So konnten wir als digitale Gemeinde den Tag reflektieren, uns mit Menschen an unterschiedlichen Orten austauschen, gemeinsam Dank und Zweifel formulieren und vor Gott bringen. Das tat gut und hat auch Menschen angesprochen, die uns zuvor kaum kannten. Die Musik kam zum Teil von unserem Klimachor, der extra ein Lied zum Streik-Motto „No more empty promises“ zusammengeschnitten hatte.

Wo und wann trefft ihr Euch?
Aktuell über Zoom, feste Termine gibt es nicht – sprich uns einfach an oder schau auf unserer Website, welche Aktionen gerade anstehen.

Wie kann man Euch erreichen?

Mail: kontakt [at] christians4future.org
Website mit Kalender: https://christians4future.org/
Whatsapp: https://chat.whatsapp.com/D0sxxAFG9lFGlEDyZ88iza
Facebook: https://www.facebook.com/Christians-for-Future-100529434661786/
Twitter: http://www.twitter.com/@Christians4Fut
Insta: https://www.instagram.com/christiansforfuture/
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC41A0r7lNRGplUP3mxpid-g

Was ihr noch sagen wolltet:
Die Zerstörung der Schöpfung geht uns alle etwas an – und wir können alle etwas tun. Das heißt für uns nicht, uns gegenseitig damit zu übertrumpfen, möglichst CO2-neutral zu leben. Wir wollen uns einsetzen für einen strukturellen Wandel zu einer klimagerechten Welt, mit vielen kleinen Schritten. Wir freuen uns, wenn du dabei mitmachen willst!